Flora und Fauna

Die Binnenmeerseite Neu-Westurgois besteht aus einem weiten Hochlandstreifen. Hier befindet sich die Kornkammer von Neu-Westurgoi. Der Boden ist fruchtbar und die häufigen Regenfälle, die hier besonders Richtung des Waldlandes am Jodursjurd niedergehen, sorgen für gute Ernten an Weizen und Roggen. Im Nor des Hochlandes, weiden die Bisons der Heden auf der saftigen Prärie. An der Grenze zu Caswallonien wird Wein angebaut. Melonen, Bananen und Kaffee werden im Süd angebaut.

Ansonsten ist Neu-Westurgoi von dichten Wäldern bedeckt. Zwischen dem Hochland und dem Jodursjurd befindet sich ein dichter, mediterraner Urwald mit starkem Unterbewuchs. Im Hunyngvidur ist aufgrund des Klima- und Temperaturwechsels oft starker Nebel.

Der Landstreifen zwischen dem Jodursjurd und dem Endlosen Ozean ist vom Fängskugur, einem dichten Mischwald bedeckt. Doch ist dieser nicht annähernd so verwachsen und unzugänglich wie der Hunyngvidur.

Die Insel der wolkenhohen Bäume ist ganz von einem dichten, tropischen Regenwald bedeckt. Die Baumkronen dieser Urwaldriesen sind nur selten zu sehen. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit befinden sie sich fast immer in einem gespenstischen weißen Dunst.

Nur den Küstenstreifen der Insel kann man einigermaßen mühelos betreten. Schon nach ein paar Schritten ins Landesinnere wird dieser tropische Urwald dichter. Mit steigender Entfernung zum Binnenmeer wird der Urwald vor allem in Wurzelbereich dunkler und verwachsener. Es ist so gut wie unmöglich, sich in diesem Wurzelwirrwar zu bewegen. Weiter oben sind die Bäume durch Äste und Schlingpflanzen miteinander verbunden. Einige Lianen haben den Durchmesser eines Männertorsos und es ist einem Menschen möglich, sich auf den Schlingpflanzen durch die Baumwipfel zu bewegen. Die Natur hat im Inneren des Urwaldes eine wahre Vielfalt an Blumen hervorgebracht, die zum Teil sehr giftig sind. Auf dieser Insel ist seit Menschengedenken kein Baum gefällt worden. Mittlerweile sind die Mühen zu groß, um in tagelanger Arbeit einen dieser Urwaldriesen zu fällen.

In Neu-Westurgoi ist eine vielfältige Fauna zu beobachten. In den Wäldern Hunyngvidur und Fängskugur findet man neben Rotwild und Wildschweinen auch verschiedene Arten von Niederwild. Im Hochland leben Bisonherden, die der Jahreszeit entsprechend nach Nor bzw. Süd wandert. Ihnen folgen Wölfe auf der Jagd nach Beute. Im Süd des Hunyngvidurs leben zahlreiche wilde Honigbienen. Diese haben dem Wald auch den Namen gegeben (Hunyngvidur bedeutet Honigwald.) Als Raubwild sind hier Großkatzen wie Ozelot, Panther, Leopard und Jaguar vertreten. Fuchs, Dachs, Luchs, Wildkatze und Bären jagen im Fängskugur.

Die Tierwelt des Urwaldes auf der Insel der wolkenhohen Bäume ist sehr Artenreich. Von Käfer- und Mausgröße bis hin zum Wasserschwein ernähren sich die Pflanzenfresser vom reichhaltigen Angebot der Flora. Gejagt werden sie von Ozelot und Wildkatze. Aber auch Amphibien und Reptilien wie Frösche, Krokodile, Gift- und Riesenschlangen bevölkern diesen Urwald. In seinen Bächen und Flüssen schwimmen zahlreiche Fischarten und die Luft ist durchdrungen von Vogelgesang. Die Vogelwelt hat auf der Insel der wolkenhohen Bäume die farbenprächtigsten Exemplare Neu-Westurgois hervorgebracht. Aufgrund der Unkenntnis über das Innere der Insel der wolkenhohen Bäume gibt es über weitere Bewohner viele Spekulationen. Die einzige Siedlung auf der Insel ist ein Gard (eine Art Fort). Kaum jemand ist in das Innere der Insel der wolkenhohen Bäume vorgedrungen und nur wenige, die es wagten, kehrten zurück.

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