Galdr
Galdr ist die Kunst, Runen zu schreiben, zu lesen und zu senden. Diese Kunst wird zumeist von Godhen eingesetzt und hat das höchste Ansehen in der walischen Gesellschaft. Das Galdr ist eine stark formalisierte Form der Magie, die sich überwiegend darauf beschränkt, aus dem Fall von Runenstäben die Zukunft vorherzusagen und vor allem den Willen der Götter zu erforschen.
Daneben gibt es noch den Einsatz von Runen als Amulette und das Senden von Runen zum Wohl oder Schaden einer Sache oder Person. Grundlage hierfür ist die Interpretation der walischen Runen als mit Macht und Bedeutung gefüllte Zeichen. Einen Ansatz hierfür findet sich im dem Runengedicht der Wali. Der überwiegende Anteil der Kunst wird jedoch von Mund zu Mund weitergegeben.
Insgesamt ist das Galdr stark ritualisiert und in enge Grenzen gefügt. Dies führt dazu, dass Godhen und der Einsatz der Runen als magische Zeichen bei den Wali durchaus akzeptiert sind.
Ursprünglich bedeutet das Wort „galdr“ etwa Zaubergesang. Da ein Godhi bei seinen Handlungen oftmals die Verse eines Runenlieds rezitiert, wurde dieser Begriff bald für die gesamte Kunst gebraucht.
