Walische Sprache
Die walische Sprache ist eine der ältesten Sprachen auf der Welt.
Die Aussprache ist weitgehend mit der deutschen identisch. Allerdings gibt es einige Ausnahmen. Es ist wichtig, diese zu verinnerlichen, denn es gibt Worte, die nahezu gleich geschrieben werden, jedoch durch die Aussprache eine jeweils andere Bedeutung erhalten.
Gegenüber der Allgemeinsprache gibt es eine geänderte Aussprache bestimmter Buchstaben:
Vokale
y wird wie das ‚ü‘ in den deutschen Worten ‚Tür‘ oder „Krücke“ ausgesprochen: fyrstur, lyrd
á wird wie das deutsche ‚au‘ in ‚Baum‘ ausgesprochen: áskar, brád
oe wird wie das deutsche ‚ö‘ in ‚Flöte‘ ausgesprochen: oendur, floed
Merke: Wird ‚oe‘ dadurch erzeugt, dass eine Silbe angehängt oder zwei Worte zusammengefügt werden, so werden beide Buchstaben getrennt gesprochen.
ae wird wie das deutsche ‚ä‘ in ‚Bär‘ ausgesprochen: saert, vaertur
Merke: Wird ‚ae‘ dadurch erzeugt, dass z.B. für die Zeit eine Silbe angehängt wird, so werden beide Buchstaben getrennt gesprochen.
Konsonanten
Bei den Konsonanten gibt es folgende Besonderheiten:
dh wird, wenn es am Anfang des Wortes oder zwischen zwei Vokalen steht wie das englischsprachige ‚the‘ ausgesprochen: adhal, thae
Wenn es an anderer Position steht wird es wie ein ‚d‘ mit angehauchtem, folgendem ‚h‘ gesprochen: hoefdhing, vidhaevn
th wird, wenn es am Anfang des Wortes steht wie das englischsprachige ‚the‘ ausgesprochen: Thann, Thrumar
Es gibt als einzige Ausnahme das Wort ‚thing‘ zu der o.g Regel. Es wird wie alle anderen ‚th‘ innerhalb eines Wortes mit einem ‚t‘ und einem nachfolgenden, angehauchten ‚h‘ gesprochen. ‚th‘ innerhalb oder am Ende eines Wortes wird ebenfalls so ausgesprochen: thing,hyrthen
s vor Vokalen wird stimmhaft ausgesprochen wie beim deutschen Sommer: ihugsur, siktur
vor Konsonaten wird stimmlos und scharf ausgesprochen wie beim deutschen ‚Stuhl‘: styrkur, skreitr
Alle doppelten Konsonanten werden in der Aussprache länger gehalten, als wenn sie einzeln stehen würden: senn, munnd
Die Betonung innerhalb eines Wortes erfolgt im Allgemeinen auf der ersten Silbe. Allerdings verändert eine andere Betonung die Bedeutung nicht. Regionale Dialekte haben gelegentlich andere Betonungsfolgen.
Folgende Worte und Redewendungen sollte man verinnerlichen, da sie unter den Wali besonders nützlich sind:
yrr kvederet
‚Sei gegrüßt!‘ bzw. ‚Seid gegrüßt!‘
Vali skyddre vynyr
Möge Wali Euch beschirmen! (Kurzform: ‚Vali skyddre!)‘
Hoeggr tir hoeggre
Höggr zerschmettere dich! (Kurzform: ‚Hoeggr hoeggre!‘, beliebter Fluch)
lifr goed
‚Lebe gut!‘ bzw. ‚Lebt gut!‘
jau
ja
nej
nein
goed
gut
lilgud
schlecht
yng tykre einn stápa yr met
Ich möchte einen Becher Met! (das Wort ‚einn‘ kann auch weggelassen werden)
met arrarr!
Prost! (Wörtlich: ‚Met stürzen!‘)
yng yrre hyngur
Ich habe Hunger!
takkre
Danke
berre
Bitte
yng yrre framling
Ich bin Ausländer.
yng toldre kyrt valid toldur
Ich spreche kein Walisch.
yng nyd fyrstire
Ich verstehe nicht!
vitna yrre rarur
Wo ist der Kampf?
vyrn yrre sigar
Wer ist Sieger?
yng fráre tir tár vy eivigur
Ich fordere dich zum Zweikampf!
hen saemre mirn
Das gehört mir!
vilkyrnet!
Willkommen
Für den, der sich weiter mit der Sprache beschäftigen will, gibt es bei den Wali:
- Walische Grammatik
- Walisches Wörterbuch - Walisch – Deutsch und Deutsch – Walisch
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