Erforschung der Alten Welt
Seit dem Beginn der aufgezeichneten Geschichte der Wali hat sich durch Reisen ihre Kenntnis der Welt erweitert. Anfänglich war ihnen nur das Gebiet bekannt, dass sie während ihrer nomadischen Züge als Waljar durchstreiften. Später, als sie in Waligoi die Seefahrt entdeckten, wuchs ihre Kenntnis der Welt und ihrer Bewohner schnell an. Selbst neue Welten wird die Estliche Welt oder Yddia wurden von ihnen bereist und erforscht, immer auf der Suche nach Beute und fruchtbarem Land.
Zeit der Wanderungen - Sommer 2494 (852 n.Kr.)
Während ihrer Wanderungen im zentralen Urassu war das Weltbild der Waljar ausschließlich auf das von ihnen durchstreifte Gebiet begrenzt. Sie kannten die Küsten im Westen zum Hymir, im Norden zum Endlosen Ozean und im Süden zur Perdowg-See. Da während dieser Zeit die Waljar noch nicht zur See fuhren, war ihre Kenntnis über die Meere ausschließlich darauf beschränkt, dass es sie gab. Alle drei Küstenabschnitte grenzten ihrer Meinung nach an das gleiche Meer, das damals von den Waljar das Hálavetni, das „Große Wasser“ genannt wurde. Des Weiteren waren ihre Wanderungen im Südosten durch die Bergländer in Klingol, die Wälder in Sviatopat und den Myrkjurd im Nordwesten begrenzt. Dennoch war dieses Gebiet, in dem es anfänglich keine Städte gab so riesig, dass es den Waljar gelang über 2500 Sommer ihre Freiheit zu erhalten, obwohl mit der Gründung von Städten durch andere Völker und den Eroberungen durch das Zauberkönigreich ihr Leben nicht einfacher wurde.
Das Wanderungsbiet lag dort wo sich heute Sviatopat, Tuomoinen und Teile von Klingol erstrecken. Dieses teilten sie sich nicht gänzlich konfliktfrei mit anderen Völkern wie den Adarik, den Ceorweth, den Deteris, den Norgan, den Sammar und den Ranbar. Die Spuren dieser Völker verloren sich während der Eroberungen durch die Töframenn. Wo und wie sie sich in den heute in diesem Gebiet lebenden Völkern wiederfinden, ist nicht bekannt.
Vor dem 1. Rukr-Krieg - Sommer 2590 (948 n.Kr.)
Etwa ab dem Sommer 2500 (858 n.Kr.) zogen die Waljar aus dem zentralen Urassu fort nach Nordosten in das Gebiet, dass anfänglich als die Audn, die Öde, später dann jedoch als Waligoi bezeichnet wurde. In einem Zeitraum von etwa neunzig Jahren zogen sie in mehreren Wellen entlang den Küsten bis hin zum Yggrfjord. Das zentrale Waligoi sowie die nördlichen Bereiche waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht erforscht. Ebenso wenig wusste man von Ländern jenseits des Meeres, dass zu diesem Zeitpunkt immer noch als das Hálavetni bezeichnet wurde. Während der Besiedelung des Landes fand man zwei andere menschliche Völker vor, die Annar und die Tami. Außerdem gab es besonders im zentralen Waligoi die Rukr, halbdämonische Wesen und ehemals Diener der Töframenn, die hierher verbannt worden waren und die alten menschlichen Völker bekriegten, bis beide kurz vor ihrer Auslöschung standen.
Vor dem 2. Rukr-Krieg - Sommer 2616 (974 n.Kr.)
Etwa dreißig Jahre nach dem 1. Rukr-Krieg hatten die Waljar bereits Anfänge der Seefahrt entwickelt. Ihnen war nun das gesamte Küstengebiet Waligois bekannt. Lediglich die zentralen Gebiete waren nach wie vor kaum erforscht, weil dort die Kernländer der Rukr lagen. Den Waljar war nun bekannt, dass das Meer im Westen tatsächlich eine enge Meerespassage war, die sie nun Yggrfjord nannten. Dieser Fjord trennte zwei Meere, den Endlosen Ozean im Norden und Osten sowie das Hymir im Süden. Sie wussten, dass auf der anderen Seite des Fjordes Land lag, das heutige Dwyllugnach, und sie wussten, dass dort Menschen lebten, bei denen Beute erworben werden konnte. Von Gefangenen erfuhren sie, dass dieses Land weit in den Westen und den Süden reichte und es die westlichen Küsten des Hymir bildete. Noch waren die Waljar jedoch damit beschäftigt, sich der Angriffe der Rukr zu erwehren, als dass sie größere Seereisen unternahmen.
Vor dem 3. Rukr-Krieg - Sommer 2659 (1017 n.Kr.)
Die Kenntnis der Welt nach dem zweiten Rukr-Krieg wuchs aufgrund der stark verbesserten Fähigkeiten als Seefahrer und Schiffbauer schnell an. In den vierzig Jahren zwischen den beiden Kriegen erreichte sie einen nahezu modernen Stand. Bald schon waren die gesamten Küstengebiete des Hymir erforscht. Händler wie auch Beutemacher konnten erhebliche Gewinne erzielen. Für die meisten Anwohner dieser Küstengebiete waren die Waljar eine Plage, die aus dem Nichts kam und auch dorthin wieder verschwand. Nur besonders mutige Händler anderer Völker wagten sich den Küsten folgend nach Norden, um dort im Yggrfjord mit den Waljari Handel zu treiben. Zu diesem Zeitpunkt waren die Waljari die einzigen, die über hochseefähige Schiffe verfügten. Dennoch waren immer noch Teile des zentralen Waligois nicht erforscht.
Zeit der Reisen - Sommer 2687 (1045 n.Kr.)
Nach dem Ende des 3. Rukr-Krieges herrschte dreißig Sommer lang Ruhe in Waligoi. So hatten die Waljari, die sich nun Wali nannten, ausreichend Gelegenheit, mit ihren schnellen Schiffen weitere Teile der Welt zu erforschen. Sie drangen auf Urassu bis in die Perdowg-See, zu den den nördlichen Küsten der Kanzanai sowie in die Straße der Helden vor. Dort wurden auch die ersten Küstenabschnitte von Hondanan besucht. Die Küsten von Ageniron wurden sowohl im Norden als auch Süden befahren. So wurden den Wali die Küsten von Illyion und Dwyllugnach sowie Teile der Küsten von Clanthon bekannt. Außerdem wurden weite Teile des Meers der Träume soweit befahren, bis im Südwesten Land gesichtet wurde, das sich später als die Küsten des Kontinentes Huanaca erwies. Zusätzlich begannen die Wali, den Flüssen, die sie entdeckten, so weit, wie sie schiffbar waren, ins Inland zu folgen. In dieser Zeit flossen große Reichtümer über die Meere nach Waligoi.
Beginn des Langen Winters - Sommer 2742 (1100 n.Kr.)
Etwa fünfzig Jahre später, mit dem Beginn des Langen Winters waren bereits weite Teile der Welt erforscht. Die gesamten Küsten Urassus waren bekannt, lediglich einige zentral gelegene Teile des Kontinents waren noch nicht erforscht. Die nördlichen Küsten Huanacas sowie Hondanans waren weitgehende bekannt. Auch die Küsten Agenirons waren weiter erforscht worden. Auf allen Kontinenten waren jedoch auch noch große Teile nicht bereist worden. Den Wali war lediglich durch Gerüchte bekannt, was dort liegen sollte. So wurde von einem Meer aus Sand auf Ageniron berichtet und von Land aus Feuer auf Huanaca. Ersteres erwies sich später als Wahr.
Ende des Langen Winters - Sommer 2762 (1120 n.Kr.)
Entgegen der allgemeinen Meinung waren die Wali auch während des Langen Winters zu Schiff unterwegs. Allerdings war das Reisen während dieser Zeit aufgrund der unberechenbaren Witterung wesentlich gefährlicher. Heute wird behauptet, die Wali hätten durch ihre Übergriffe zu der allgemeine Unordnung noch beigetragen. In dieser Zeit wurden die Küsten Agenirons sowie weite Teile des Inlandes besucht. Urassu war bis auf einige verborgene Teile in den tiefen Wäldern besucht worden. Ebenso waren die größten Teile der Küsten von Huanaca und Hondanan bekannt. Streifzüge brachten die Wali auch tief in das Binnenland beider Kontinente.
Gründung des Adelsrates - Sommer 2801 (1059 n.Kr. - 39 n.d.F.)
Nahezu vierzig Jahre später, zu der Zeit, in der der Adelsrat der Wali gegründet wurde, waren alle Küsten besucht worden, ebenso wie die größten Teile des Binnenlandes aller Kontinente. Lediglich einige Teile des zentralen Gebirgslandes Agenirons, das zentrale Huanaca sowie das südliche Binnenland Hondanans sind noch in keinem Bericht erwähnt.
Zu heutigen Zeit, also etwa zehn Sommer später gibt es für die Wali kaum noch unbekannte Gebiete auf der alten Welt. Lediglich die Küsten der Zauberinsel, von den Wali Töfrey genannt, wird immer noch nicht angelaufen.
