Einnher

Das eigentliche Heer der Wali ist das Einnher. Es ist ein stehendes Heer, dessen oberster Anführer der Jarkhan ist. Eingeführt wurde es nach dem Zweiten Rukr-Krieg. Dieses Heer wird auch für Kriege außerhalb Waligois und für besondere Aufgaben in Waligoi eingesetzt. Die Angehörigen dieses Heeres werden von dem Volk der Wali gestellt. In den Vergangenheit der Wali wurde festgelegt, dass jeder höfdhing zwanzig Krieger und ein Schiff, jeder Lannar vierzig Mann und zwei Schiffe und jeder Athal einhundert Mann und drei Langschiffe mit voller Ausrüstung und Proviant stellen muss. Da die Wali heute jedoch eine größere Bevölkerung haben, wurde zehn Jahre nach dem Dritten Rukr-Krieg festgelegt, dass jeder Stamm dem Jarkhan 8.000 Krieger und 200 Schiffe für das Einnher zur Verfügung stellen muss. Diese Gestellung müssen sich höfdhinge, lanarmenn/-kynnir und Adhalmenn/-kynnir teilen, während sie zusätzlich noch ihre eigenen Truppen für die Sicherung ihrer Ländereien stellen müssen. So kann der Jarkhan heute im günstigsten Fall über etwa 40.000 Krieger und 1.000 Schiffe verfügen. Dazu kommt noch Kriegsgerät.

Die Krieger des Einnhers sind besser ausgerüstet, besser ausgebildet und haben viel mehr Erfahrung als ein Krieger des Fylkingr. Außerdem ist es anders unterteilt. Zum einen gibt es die Wache des Jarkhan, die Húscarle, die sich aus besonders geeigneten Kriegern zusammensetzt. Alle anderen Krieger werden ebenfalls in Mannschaften zu vierzig Mann unterteilt. Je nach ihrer Bewaffnung und Ausrüstung haben sie verschiedene Aufgaben und Bezeichnungen. Mehrere Mannschaften werden von einem Jarl angeführt, eine Mannschaft durch einen Hersir.

Zu den Nahkämpfern zählen die Haukstaldr (Schildbäume), die Skeggja (Axtkrieger), die Serlar (Krieger in Waffenrüstung) sowie die Jarnserkr (Eisenhemden). Haukstaldr, Skeggja und Serlar stehen im Schildwall und bilden das Rückgrat des Einnhers. Sie sind alle gepanzert und unterscheiden sich nur in der Qualität der Panzerung und der Art ihrer Waffen. Jarnserker jedoch wird nachgesagt, sie geraten in Raserei und seien daher nicht für einen Schildwall geeignet. Tatsächlich ist es jedoch ihre Aufgabe, Schildwälle zu brechen und bis zu den Anführern der Gegner vorzudringen um diese zu töten. Ein Jarnserker ist daher immer ein besonderer Mann unter den Kriegern und jeder ist sehr angesehen, da sie mit hohem Einsatz und hoher Fertigkeit kämpfen. Sie sind diejenigen, die ein Schlachtfeld immer als letzte verlassen oder oftmals Kämpfe entscheiden.

Zu den Fernkämpfern gehören die Brodr, die Speere schleudern und die Skaetta, die mit Bögen schießen. Beide sind mit Leder gerüstet und tragen Langmesser bei sich.

Des Weiteren gibt es noch Thrumaridr, die Reiter der Thrumari, die schwerer gepanzert sind als Nahkämpfer und oftmals durch die schiere Wucht ihrer Angriffe ganze Armeen bis in die hintersten Reihen durchbrochen haben. Die Mikill sind gezähmte Mammuts, die mit einer Besatzung von vier Bogenschützen oder Speerkämpfern und zwei Treibern in den Kampf ziehen und durch ihren bloßen Anblick Angst bei den Feinden erwecken.

Wenn eine Mannschaft an vielen Kämpfen teilgenommen hat, wird sie als rekkr, erfahren, bezeichnet. Wenn sie sich besonders hervor getan hat, nennt man sie goti, heldenhaft.

Die Langschiffe werden in Fljotir, Flotten, gesammelt. Eine Fljot enthält zwanzig Dreki, Schiffe, und damit sechshundert Mann. Jedes Schiff wird von einem Stefnir, einem Steuermann geführt, jede Floti von einem Jarl.

Die größten Standorte des Einnhers in Waligoi sind Yggrgard, wo sich viele der Familien dieser Krieger niederlassen, Boras und Nya Askivik. Sie sind auch für die Bewachung Yggrgards, der Urrspalte und der Pässe des Tönnyr zuständig. Dort stehen ihnen jeweils eigene Befestigungen zur Verfügung.

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